Stellungnahme der CDU-Fraktion zum „Offenen Brief“ von Herrn Krumbach

In einem „Offenen Brief“ werden viele Fragen gestellt und erneut Vorwürfe gegen Politiker erhoben.

Aus Sicht der CDU Augustdorf ist es schon sehr erstaunlich, dass die Neugestaltung und erhebliche Aufwertung eines Sport- und Freizeitareals (Schlingsbruch) solch ein Unbehagen in einem Kreis von Sportlern erzeugt. In einem Video werden (ehrenamtlich tätige) Politiker als „hirnrissig“ bezeichnet und als Totengräber des Fußballsports bezeichnet. Man scheut sich auch nicht davor, Banner beim LZ-Cup auszurollen, um damit den Versuch zu starten, Augustdorfer Politiker zu diskreditieren. Auch wenn Emotionen die Ursache für solche „Ausrutscher“ sein können, ist das Verhalten wenig zuträglich für einen wertschätzenden Umgang zwischen Sportlern und Politikern. Ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, mit einem Sportler so wenig wertschätzend umgegangen zu sein! In einem „Offenen Brief“ werden viele Fragen gestellt und erneut Vorwürfe gegen Politiker erhoben. Ich bin der festen Meinung, dass ein Austausch zwischen Politikern, Bürgerinnen und Bürgern, egal in welcher Funktion sie mit uns sprechen, immer auf Augenhöhe, respektvoll und wertschätzend geführt wurden. Grundsätzlich wird es von uns auch so gewünscht und wir halten es auch für zielführend, sich im Dialog mit den Einwohnern auszutauschen. Ein Beleg dafür sind zahlreiche Gespräche, zum Beispiel mit dem Vorstand des Gemeindesportverbandes. Zur Entwicklung eines „Pakts für den Sport“ trafen sich Vertreter der Politik und Mitglieder des Sportes über zwei Jahre in unregelmäßigen Abständen. Vertreter aller Fraktionen waren stets bereit, sich mit den Wünschen der Sportler auseinanderzusetzen. Selbstverständlich ist es nicht immer möglich, dass Politiker alle Wünsche der Einwohner erfüllen können. Mangelnde Kompromissbereitschaft lassen wir uns allerdings nicht vorwerfen. Beim Austausch von Meinungen dürfen und sollten alle Vorschlägen diskutiert werden. Auch darauf haben wir uns eingelassen. Aber gerade bei der Aufwertung und Neugestaltung einer Freizeitanlage wie dem Schlingsbruch sollte sich niemand auf eine bestimmte Sportart fokussieren! Hier müssen alle Altersgruppen unserer Bürgerinnen und Bürger „mitgenommen“ werden! Und schlussendlich müssen Politiker im Rat der Gemeinde nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zum Wohle und zur Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger treffen. Dieses ist auch mit der Planung des Schlingsbruch erfolgt. Der Beschluss wurde zudem einstimmig im Gemeinderat gefasst. Die CDU-Fraktion Augustdorf hat sich immer besonders für den Sport und für die Sportstätten in Augustdorf eingesetzt. Bereits am 11. September 2016 stellten wir einen Antrag, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, ein „Sportstättenkonzept outdoor“ zu entwickeln. Dieser Antrag war die Grundlage zur Schaffung und Erneuerung des Heidesportplatzes. Gespräche mit unserem Bundestagsabgeordneten Christian Haase führten dazu, dass das Sportareal Schlingsbruch nun mit einer Fördermittelsumme von 1,8 Millionen Euro unterstützt wird. Ohne diesen Einsatz wäre es sehr fraglich, ob überhaupt eine positive Entwicklung des Schlingsbruch möglich gewesen wäre. Herr Krumbach stellt in seinem „Offenen Brief“ eine Vielzahl an Fragen. Diese Fragen zum Thema „Schlingsbruch“ wurden meines Erachtens bereits in mehreren Gesprächen zwischen dem Gemeindesportverband und den Fraktionsvorsitzenden aller Parteien beantwortet. Auch der Vorwurf, die Politik sei nicht transparent, weil eine Liveübertragung einer Ratssitzung aktuell nicht realisierbar sei, ist unhaltbar. Jeder Bürger/In hat die Möglichkeit, als Zuhörer/In an der Ratssitzung teilzunehmen. Fast alle Fragen aus dem „Offenen Brief“ des Herrn Krumbach, wie zum Beispiel „Warum gehen die Fraktionen nicht auf die guten Argumente des FC und des GSV ein?“ könnten auch wechselseitig gestellt werden. Daher werden wir nicht weiter darauf eingehen. Den Vorwurf von Herrn Krumbach gegenüber Herrn Dennebier, er hätte Herrn Schmieder Undankbarkeit unterstellt, kann ich so nicht erkennen. Herr Dennebier hat selbstverständlich als Mitglied des Gemeinderates das Recht, seine Meinung zu allen Themen äußern zu dürfen. Dieses Recht hat er wahrgenommen und im Kern seiner Ausführungen die Meinung einiger Fußballvereine aus dem Kreisgebiet publik gemacht. Persönlich halte ich ein kleines „Dankeschön“ an alle Politiker für deren Einsatz zur Erneuerung, Erhaltung und Optimierung von Sportstätten für durchaus angebracht.

Lutz Müller, Fraktionsvorsitzender

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