Politik und Ärzteschaft informieren

Gibt es in 2-3 Jahren einen Ärztemangel in Augustdorf?

Aus erster Hand (Foto:Falkenstein)
Aus erster Hand (Foto:Falkenstein)
Am 5. Juni 2019 waren die Bürger Augustdorfs eingeladen, um aus erster Hand durch fachkundige Vortragende Informationen zum Stand der ärztlichen Versorgung in der Gemeinde zu bekommen.

Initiiert durch Familie Raschke, geplant und in die Tat umgesetzt vom Kreistagsabgeordnetem und Ratsmitglied Wolfgang Huppke, konnten sich alle Augustdorfer Bürger im Saal Wanzleben des Bürgerzentrums von einem hochkarätig besetzten Gremium unterrichten lassen. Trotz Hitze sind immerhin 80 Bürger der Einladung gefolgt.
Der Einladung folgten die Augustdorfer Ärzte (Dr. Raschke und Dr. Disse) und Apotheker (Herr Balke und Herr Berkemeier) und die Leiterin der Senioreneinrichtung Diakonis Frau Gostomski.

Die weiteren Referenten waren:

Herr Dr. Körner von der Kassenärztlichen Vereinigung
Herr John Fachbereichsleiter und Verwaltungsvorstand des Kreises Lippe
Frau Dr. Ahaus vom Kreis Gesundheitsamt
Herr Dr. Hütte als Geschäftsführer der Lippischen Kliniken
Dr. Taake, der sich ebenfalls mit mehreren Wortbeiträgen einbrachte

Wolfgang Huppke leitete die Veranstaltung mit einer Darstellung der möglichen Probleme und daraus resultierenden Gefährdung der ärztlichen Versorgung in Augustdorf ein. Doktor Körner, von der kassenärztlichen Vereinigung, erklärte anschließend die Grundlagen der Berechnung für eine ausreichende ärztliche Versorgung und zeigte auf in welchen Bereichen für Augustdorf mittel- und langfristig Probleme entstehen können. Auch gab er Hinweise, wie zukünftig eine ärztliche Versorgung aufrechterhalten werden kann.
Herr Dr. Hütte von den lippischen Kliniken schilderte anschaulich wie die gegenwärtige Versorgung, seitens der Kliniken, sichergestellt wird und welche Möglichkeiten und Perspektiven aus dem 2021/22 folgenden Universitätsklinikum heraus entstehen könnten.
Dr. Körner und Herr John vom Kreis Lippe haben klar gemacht, dass wir als Kommune in der Außendarstellung mit allen Vorzügen werben müssen um mögliche Kandidaten zu gewinnen.
Frau Dr. Ahaus berichtete sehr anschaulich aus der Arbeit des Gesundheitsamtes. Hier vor allem über die Maßnahmen der Untersuchung im Rahmen der Schulen und Kindergärten.

Den nächsten Schritt, so Bürgermeister Dr. Wulf, wird ein kleiner Arbeitskreis aus Politik und Verwaltung machen, um Grundlagen zu erarbeiten. Hierbei sollen auch Erfahrungen anderer Gemeinden mit dem gleichen Problem berücksichtigt werden. Dann werden Ärzte und Apotheker sowie die Politik der Gemeinde hinzugezogen und es muss gemeinsam festgelegt werden, wie Augustdorf für den Ärztenachwuchs werben will. Vielleicht in diesem, gegebenenfalls auch erst in einem dritten Schritt, sollte das Angebot der Gäste angenommen werden, um gemeinsam nach Wegen zu suchen wie Fördergelder bereitgestellt werden können.

Festzuhalten ist, dass Augustdorf die Zeit davonläuft, falls nicht konsequent und zügig gehandelt wird.

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